Glossar

Bundesteilhabepreis 2021 verliehen

Der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, hat am 03.12.2021 den Bundesteilhabepreis 2021 verliehen.
Das Motto war in diesem Jahr „Unterstützung, Assistenz, Pflege – gesellschaftliche Teilhabe auch in Corona-Zeiten“.

Die drei Gewinner sind
– das Projekt „QuarTeTT“ der Habila GmbH, das Menschen mit Behinderung und Pflegebedarf durch verschiedene neue Technologien unterstützt,

– das Projekt „WIR GEMEINSAM stark durch die Pandemie“ des Evangelischen Diakoniewerks Zoar, das seit März 2020 Menschen mit Behinderungen als Ansprechpartner für Fragen, Ängste, Sorgen und Nöte zur Verfügung zu steht und

– das Projekt „Unterstützung und Informationen für gehörlose Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der Corona-Pandemie“ des Gehörlosenverbandes München, das seit März 2020 alle besonders relevanten Informationen zu den Themen Gesundheitsschutz und Impfen (aktuelle Verordnungen, Tipps zum Umgang mit Corona, etc.) in Deutscher Gebärdensprache zur Verfügung stellt.

Weitere Informationen zu der Verleihung und den Gewinnern finden Sie in der Pressemitteilung des BMAS und auf der Seite der Bundesfachstelle Barrierefreiheit.

Dritter Teilhabebericht der Bundesregierung über die Lebenslagen von Menschen mit Behinderungen

Der vom Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) in Auftrag gegebene Teilhabebericht 2021 beschreibt die Lebenslage von Menschen mit Beeinträchtigungen.

Als zentrale Ergebnisse werden unter anderem aufgeführt:

– Die Anzahl der Menschen mit Beeinträchtigungen ist im Zeitraum 2009 bis 2017 um neun Prozent gestiegen. Neben der demographischen Entwicklung wird insbesondere ein Anstieg bei Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen aufgeführt.
– Trotz gestiegener Erwerbstätigenquote waren im Jahr 2017 nur 53 Prozent der Menschen mit Beeinträchtigungen erwerbstätig, während es von den Menschen ohne Beeinträchtigungen 81 Prozent waren
– immer noch sind Barrieren, zum Beispiel beim Zugang zu Arztpraxen, der Ausstattung von Bahnsteigen mit taktilen Leitsystemen und der stufenlosen Erreichbarkeit von Bahnhöfen zu verzeichnen
– die Beteiligung bei Wahlen ist gestiegen und  nur noch etwas geringer als bei Menschen ohne Behinderungen
– die soziale Teilhabe ist im Vergleich weiterhin eingeschränkt. 33 Prozent der Menschen mit Beeinträchtigungen fühlen sich oft einsam. Bei Menschen ohne Beeinträchtigungen sind dies 16 Prozent.

Weitere Ergebnisse sowie den Link zum dritten Teilhabebericht finden Sie unter https://umsetzungsbegleitung-bthg.de/service/aktuelles/dritter-teilhabebericht/

Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen 2021

Am 05. Mai war der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen

Aufgrund der Corona Pandemie sind einige Aktionen ausgefallen. Viele Veranstaltungen fanden online statt. 

 

Bei dem Event 05 Maiprotest wurde ein mehrstündiger Livestream gesendet. 

Themen waren unter anderem die Corona Pandemie, Barrierefreiheit und Teilhabe

Der Stream steht weiter zur Verfügung.  Dieser und weitere Videos können unter https://maiprotest.de/ abgerufen werden. 

 

Noch bis 09. Mai findet die Leipziger Aktionswoche Inklusion statt. 

Hier werden beispielsweise noch ein Fachaustausch zu Assistenzgerechtigkeit, eine Gesprächsrunde zu Elternschaft mit Behinderung und ein Meeting zum inklusiven Wohnen angeboten. 

Weitere Informationen gibt es unter https://www.aktionswoche-inklusion-leipzig.de/veranstaltungen

Online-Fortbildung „Inklusion im Sport“

Wie können die ersten Schritte hin zu einem inklusiven Verein aussehen? Wie können inklusive Sportangebote gestaltet werden? Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es?
Silvia Wenzel von der Koordinierungsstelle Inklusion gibt einen Einblick in diese Themen.
Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, sich mit der jeweiligen Sport-Inklusionslots*in der Region auszutauschen.

Die Veranstaltung findet
am 05.05.2021
von 18.00-20.00 Uhr
online
statt.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.lsb-rlp.de/veranstaltungen/2021/sbr-fortbildung-inklusion-im-sport
Mehr zum inklusiven Sport in Rheinland-Pfalz erfahren Sie unter https://www.inklusiver-sport-rlp.de/

EUTB-Angebot um zwei Jahre verlängert

Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) unterstützt und berät Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen sowie deren Angehörige zu Fragen der Rehabilitation und Teilhabe. Die Beratung durch Menschen, die selbst eine Behinderung haben (Peer Counceling), spielt eine wesentliche Rolle.
Das Angebot wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) finanziert und nun um weitere zwei Jahre verlängert.

Aus diesem Grund haben sich am 26.01.2021 die rheinland-pfälzische Sozialministerin, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, der Landesbehindertenbeauftragte von Rheinland-Pfalz, Matthias Rösch, sowie Vertreterinnen und Vertreter der Teilhabe­beratungsstellen im Rahmen eines Online-Austauschs getroffen. Sie haben sich über konkrete Themen und Anliegen aus der Beratungspraxis ausgetauscht.
Ziel ist, dass die entstandenen Beratungsstrukturen auch über das Jahr 2022 hinaus verstetigt werden.

Weitere Informationen zur Fortschreibung und dem Austauschgespräch finden Sie hier.
Mehr über die EUTB Landau erfahren Sie hier.

Landesinklusionsgesetz beschlossen

Am 17.12.2020 hat der er rheinland-pfälzische Landtag das Landesgesetz zur Gleichstellung, Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen (Landesinklusionsgesetz) beschlossen. Es ist bereits zum 01.01.2021 in Kraft getreten und gilt für alle öffentlichen Stellen in Rheinland-Pfalz. 

Wesentliche Änderungen durch das Landesinklusionsgesetz betreffen die Gebärdensprache und andere Kommunikationsformen. Öffentlichen Stellen müssen geeignete Kommunikationshilfen im erforderlichen Umfang kostenfrei zur Verfügung stellen oder die hierfür notwendigen Aufwendungen tragen.

Durch das Landesinklusionsgesetz wird auch die Anwendung der Leichten Sprache geregelt. Öffentliche Stellen sollen mit Menschen mit geistigen oder seelischen Behinderungen, gehörlosen Menschen und Menschen mit Hörbehinderungen in einfacher und verständlicher Sprache (sogenannte „einfache Sprache“) kommunizieren.

Das Landesinklusionsgesetz regelt außerdem die Einrichtung einer Landesfachstelle für Barrierefreiheit als zentrale Anlaufstelle für die Erstberatung zur Barrierefreiheit in Rheinland-Pfalz. 

Die wichtigsten Neuerungen sind hier zusammengefasst.

Weitere Informationen sowie den Gesetzestext und Erklärungen in Leichter Sprache finden Sie unter https://msagd.rlp.de/de/unsere-themen/menschen-mit-behinderungen/landesinklusionsgesetz/

Bundesteilhabepreis 2020 verliehen

Am 30. November 2020 hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) zum zweiten Mal den Bundesteilhabepreis verliehen.
Mit der Auszeichnung werden vorbildliche Projekte für Inklusion im Sozialraum ausgezeichnet.
Der Schwerpunkt in diesem Jahr war „Perspektive auch in Corona-Zeiten: Barrierefrei reisen in Deutschland“

Die Preisträger 2020 sind:

  • Projekt „Leistungsketten für barrierefreies Reisen“ für barrierefreie Reiseangebote in bisher 61 Einrichtungen von der OstWestfalenLippe GmbH, Fachbereich Teutoburger Wald Tourismus
  • Projekt „Stadtführung für Alle“, eine inklusive Smartphone-App der contagt GmbH für die Stadt Reutlingen
  • Projekt „Erfurt erlebbar für Alle – barrierefreie Urlaubsinspiration“ mit barrierefreien Varianten für Übernachtungen, Kunst und Kultur sowie Gastronomie der Erfurt Tourismus und Marketing GmbH

Weitere Informationen und das Video zu den Preisträgern finden Sie hier.

Online-Befragung: Corona-Folgen für Menschen mit Behinderungen

Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen und Pflegebedarf? Wie müssen Angebote angepasst und verändert werden, um Teilhabe sicherzustellen? Diese Fragen untersucht die Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) zusammen mit dem Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).

Die erlebten Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Menschen mit Behinderungen werden aus verschiedenen Perspektiven untersucht. Im Zentrum steht das Erleben von Menschen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen oder Pflege­bedarf selbst. Daneben kommen aber auch deren Angehörige, Dienste und Einrich­tungen der Rehabilitation sowie betriebliche Akteure, Dachverbände der Dienste und Einrichtungen, Leistungs- und Kostenträger sowie Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft zu Wort.

Weitere Informationen sowie den Fragebogen finden Sie hier.
Die Teilnahme ist noch bis 13.12.2020 möglich.

LSB-Aktionswoche „Sport lebt Vielfalt“, 09. – 15.11.2020

Der Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) will gemeinsam mit den Partnern der Steuerungsgruppe Inklusion sowie dem Bundesprogramm „Integration durch Sport“ für die Themen Inklusion, Integration und Antidiskriminierung im Sport sensibilisieren. 

Dafür werden in einer Aktionswoche von 9. bis 15. November verschiedene digitale Formate angeboten.

Angebote zum Thema Inklusion im Sport sind

  • Digitale Informationsveranstaltung über die Projekte und Maßnahmen der Steuerungsgruppe Inklusion. Dienstag, 10.11.2020, 17.00 – 17.45 Uhr
  • Netzwerktreffen Inklusion im Sport „Themen die uns bewegen – Sport-Inklusionslotsen als Pilotprojekt für Rheinland Pfalz“, Dienstag, 10.11.2020, 18.00 – 20.00 Uhr
  • One and a half sportsmen – Podcast aus der Sportwissenschaft. Episoden-Titel: „Für alle bitte“,  ab Mittwoch, 11.11.2020
  • Telefonische Beratung zum Thema Mobilität und persönliche Assistenz im Sport, Mittwoch, 11.11.2020, 10.00 – 16.00 Uhr
  • Barrierefreiheit – Was heißt das?, Donnerstag, 12.11.2020, 18.00 – 20.00 Uhr
  • Interaktiver Austausch „Wir gehören dazu!“ Donnerstag, 12.11.2020, 17.00 – 18.30 Uhr
  • Kinderturnen inklusiv – Onlinefortbildung, Samstag 14.11.2020, 09.00 – 17.00 Uhr

 

Weitere Informationen über das Programm und die Anmeldemöglichkeiten finden Sie unter www.lsb-rlp.de/SportlebtVielfalt

Aktionsplan in Landau ab sofort in Leichter Sprache

„Jeder Mensch hat Rechte. Zum Beispiel: Jeder Mensch muss gut behandelt werden. Jeder Mensch darf seine Meinung sagen und sich informieren.“ – so steht es in der Einleitung des Aktionsplans der Stadt Landau zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung.

Aus diesem Grund gibt es diesen jetzt auch in Leichter Sprache. Damit sollen alle Landauerinnen und Landauer mit und ohne Behinderung nachzuvollziehen können, was die Stadt in den nächsten fünf Jahren tun möchte, um das Leben für Menschen mit Behinderung zu verbessern. „Landau soll eine Stadt ohne Hindernisse sein“, so Sozialdezernent Dr. Maximilian Ingenthron.

Was genau ist der Aktionsplan? Sein Ziel ist eine möglichst umfassende und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben. Der Plan bündelt Maßnahmen im Wirkungsbereich der Stadt Landau. Er definiert konkrete Vorhaben und soll dafür Sorge tragen, dass die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskommission möglichst umfassend umgesetzt werden. Er wurde im Dezember 2019 vom Stadtrat beschlossen. Konkret geht es etwa um die Einrichtung inklusiver Angebote in der Volkshochschule, Elternabende zum Thema Inklusion an Schulen, den weiteren Ausbau von Integrationsbetrieben in der Stadt, den barrierefreien Ausbau des ÖPNV oder die Einrichtung barrierefreier Spiel-, Sport- und Freizeitstätten.

Den Aktionsplan finden Sie – auch in Leichter Sprache – unter https://www.landau.de/Aktionsplan

Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen 2020

Der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen findet jedes Jahr am 5. Mai statt. Teilnehmer*innen in ganz Europa setzen sich für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ein. Dafür gibt es unterschiedliche Aktionen. Aufgrund der Corona-Pandemie können jedoch in diesem Jahr Veranstaltungen nicht wie geplant stattfinden. 

Deshalb hat die Aktion Mensch Infos, Tipps und Materialien für ein digitales Engagement durch Online-Aktionen bereitgestellt.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.